
Der Sustenpass ist der Pass, den die meisten Fahrer überspringen — und genau deshalb der beste der Schweizer Big Three. Fünfundvierzig Kilometer fliessender, breiter, hervorragend angelegter Asphalt zwischen Innertkirchen und Wassen, Scheitel auf 2224 Metern und ein Gefälle, auf dem man wirklich fahren kann, statt nur die nächste Kehre zu überleben.
Der Susten wurde in den 1940er-Jahren als strategische Militärstrasse neu gebaut. Man sieht es: grosszügige Radien, sauber geneigte Kurven, lange Geraden zwischen den Scheitelpunkten, die ein mutiger rechter Fuss belohnt. Die Oberflächenqualität ist ausgezeichnet — wohl die beste aller Schweizer Alpenpässe — und die Sustenbrücke beim Scheitel ist ein schnelles gerades Stück mit Blick auf den Steingletscher. Für einen bestimmten Fahrertyp ist das genau das Stück, wegen dem man kam.
Weil der Susten im Schatten seiner berühmteren Nachbarn steht, ist der Verkehr leichter als auf Furka oder Grimsel. Radfahrer sind im Sommer zahlreich — auf der Ostrampe geduldig überholen. Werktags vormittags ist das goldene Fenster: um 07:30 ab Meiringen hat man den Pass neunzig Minuten lang praktisch für sich.
Die saisonale Sperrung geht etwa von Ende Oktober bis Ende Mai. Ausserhalb der Saison wird der Pass nicht freigeräumt — Lawinengefahr auf der Nordseite ist ernst zu nehmen.
Als Mittelteil der Big-Three-Schleife zwischen Grimsel und Furka ideal. Viele erinnern sich an die Bond-Kurven der Furka — wer Bescheid weiss, erinnert sich an den Susten.
Der Sustenpass ist ganzjährig befahrbar, die Bedingungen ändern sich jedoch mit den Jahreszeiten. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Status.
Der Sustenpass ist 45 km lang. Bei zügigem Bergtempo musst du mit rund 45 Minuten Fahrzeit rechnen — plus Fotostopps.
Ja — die Oberfläche ist ausgezeichnet und der Schwierigkeitsgrad mittel. Tiefergelegte und breite Fahrzeuge kommen auf dem Sustenpass gut zurecht, wenn Übergänge sanft gefahren werden.
Für den Sustenpass ist keine Maut fällig. Eine Vignette kann auf den Anfahrtsstrecken dennoch nötig sein.
Der frühe Morgen ist ungeschlagen auf dem Sustenpass. Reisebusse, Radfahrer und Wohnmobile häufen sich ab dem späten Vormittag; das erste Tageslicht liefert zudem die saubersten Fotos. Wer nur nachmittags Zeit hat, fährt idealerweise nach 17:00, wenn der Verkehr abnimmt.
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