
Der Klausenpass ist die Antwort der Einheimischen auf die Big Three — ein 46 Kilometer langer Ost–West-Kamm zwischen Altdorf im Kanton Uri und Linthal im Kanton Glarus, Scheitel auf 1948 Metern, und wohltuend frei von der Touristeninfrastruktur, die die berühmteren Pässe verstopft.
Der Reiz des Klausen liegt in seinem Rhythmus. Die Strasse fliesst durch echtes Hochweideland — Kuhglocken, Steinhütten — und über den Urnerboden auf rund 1370 Metern, die grösste Alpweide der Schweiz. Man quert ihn auf einem langen, breiten, fast geraden Abschnitt, der der Fahrt einen ungewöhnlich mechanischen, bewusst ruhigen Charakter gibt. Anschliessend beginnen beidseits wieder die eigentlichen Serpentinen.
Die Oberfläche ist ausreichend — auf der Seite Uri gut, auf der Abfahrt nach Glarus stellenweise flickenhafter — und die Strasse ist schmal genug, dass man beim Gegenverkehr mit einem Bus vom Gas geht. Steinmauern statt Leitplanken an mehreren exponierten Stellen schärfen zusätzlich die Konzentration. Fahre die Strasse in Autos, für die sie gebaut wurde: kompakt, ausgewogen, nicht zu breit.
Der Klausen ist von etwa Ende Oktober bis Ende Mai gesperrt. In der Saison verkehren am Wochenende viele Motorräder, doch die Dichte kommt selten an die der Furka heran. Ein Werktag-Morgen ab Altdorf zählt zu den stillsten echten Alpenfahrten der Schweiz.
Gut kombinierbar mit dem Pragelpass (schmal, stellenweise unbefestigt — nichts für tiefergelegte Autos) zu einem zentralschweizerischen Fahrertag, oder als Umweg auf einer Grand-Tour-Route zwischen Zürich und Andermatt.
Der Klausenpass ist ganzjährig befahrbar, die Bedingungen ändern sich jedoch mit den Jahreszeiten. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Status.
Der Klausenpass ist 37 km lang. Bei zügigem Bergtempo musst du mit rund 37 Minuten Fahrzeit rechnen — plus Fotostopps.
Vorsicht ist geboten. Die Oberfläche ist ausreichend, mit steilen Rampen und engen Passagen — tiefergelegte Fahrzeuge können aufsetzen. Fahre den Klausenpass entsprechend umsichtig.
Für den Klausenpass ist keine Maut fällig. Eine Vignette kann auf den Anfahrtsstrecken dennoch nötig sein.
Der frühe Morgen ist ungeschlagen auf dem Klausenpass. Reisebusse, Radfahrer und Wohnmobile häufen sich ab dem späten Vormittag; das erste Tageslicht liefert zudem die saubersten Fotos. Wer nur nachmittags Zeit hat, fährt idealerweise nach 17:00, wenn der Verkehr abnimmt.
Keine aktuellen Meldungen — sei der Erste, der Bedingungen meldet.
Echte Fotos von Fahrern. Lade deine hoch.
Noch keine Fotos. Sei der Erste.
Fotos werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Handverlesene Hotels mit Tiefgarage und diesen Straßen direkt vor der Tür.
Regionale Hotels ansehen→